MUSIK GRUNDLAGEN

Die Musik zu verstehen, hilft sich in Harmonie in ihr zu bewegen. Nimm Dir Zeit die Strukturen der Musik zu verinnerlichen, und Du wirst das Tanzen noch mehr lieben.

Das Metrum

Der Grundschlag

Die Zeit gliedern wir in gleiche Abschnitte z.B. in Tage, Stunden und Minuten. Mit dem gleichbleibenden Grundschlag teilen wir die Musik ebenfalls in gleiche Abschnitte. Diese Einteilung ist mit dem Ticken der Uhr vergleichbar. Der Grundschlag der Musik ist wie das Ticken der Uhr, immer da und verändert sich nicht.

 

Das Tempo

Das Tempo beschreibt wie schnell die Grundschläge aufeinander folgen. Es wird in Schlägen pro Minute angegeben. Häufig ist diese Angabe jedoch auf englisch beschrieben „Beats Per Minute (BPM)“.

Für Tänzer werden die Geschwindigkeiten der Tanzmusiken häufig in Takten pro Minute angegeben. Dies sorgt oft für Verwirrung, da diese im Englischen ebenfalls als BPM (Bars per Minute) angegeben werden.

Gliederung der Musik

Wir fassen mehrere Grundschläge zu einem Takt zusammen. In einem Musikstück enthält jeder Takt die gleiche Anzahl an Grundschlägen.

Auf dem Notenblatt werden Takte durch senkrechte Striche voneinander getrennt, diese heißen Taktstriche.

Der erste Schlag nach jedem Taktstrich wird betont. Durch das setzen der Taktstriche können wir also sehen und hören, wo die Abschnitte beginnen.

3 arten der Betonung

durch die lautstärke

Wenn wir einen Schlag lauter hören, als die anderen, ist dieser betont.

durch die tonhöhe

Wenn ein Ton höher oder tiefer als die übrigen Töne ist, wurde dieser betont.

Durch die Klanglänge

Klingt ein Ton länger als die übrigen Töne, empfinden wir diesen ebenfalls als intensiver.

Betonungs - Schemata

Wir unterscheiden zwei grundlegende Betonungs - Schemata

DAS ZWEIER - SCHEMA

Wir sprechen vom Zweier – Schema, wenn “betont – unbetont – betont – unbetont” immer im Wechsel aufeinander folgen.

DAS DREIER - SCHEMA

Vom Dreier – Schema sprechen wir, wenn “betont – unbetont – unbetont – betont – unbetont – unbetont” immer im Wechsel aufeinander folgen. 

Diese beiden Schemata heißen auch Grundtaktarten. 

Zusammengesetzte Taktarten

Der Vierer - Takt

Der Vierertakt ist die wohl am häufigsten verwendete Taktart. Verbinden wir zwei Zweiertakte, entsteht ein Vierertakt. Die Betonung wird aus dem Zweier – Schema übernommen „betont – unbetont – betont – unbetont“ Der Taktstrich steht zu Beginn und wird alle 4 Grundschläge erneut gesetzt. Durch die Taktstrichbetonung und die Zweierbetonung wird der erste Grundschlag nach dem Taktstrich doppelt betont und klingt dominanter als der dritte Grundschlag im Takt.

Der Sechster - Takt

Verbinden wir zwei Dreiertakte, entsteht ein Sechsertakt. Die Betonung wird aus dem Dreier – Schema übernommen „betont – unbetont – unbetont“. Der Taktstrich steht zu Beginn und wird dann alle 6 Grundschläge erneut gesetzt. Durch die Taktstrichbetonung und die Dreierbetonung wird der erste Schlag nach dem Taktstrich doppelt betont und klingt dominanter als der vierte Grundschlag im Takt.

Der Fünfer - Takt

Er wird ähnlich gebildet wie der Vierertakt und der Sechsertakt. Hier werden ein Zweiertakt und ein Dreiertakt miteinander verbunden. Das Betonungsschema wird ebenfalls übernommen und der Schlag nach dem Taktstrich demnach doppelt intensiv betont. Diese Taktart wird recht selten verwendet und sie ist für die meisten Paartänze auch nicht einsetzbar.
Hier haben wir zwei Beispiele:

Noten

Es gibt verschiedene Noten für verschiedene Klanglängen. Sie werden in Brüchen beschrieben, es gibt:

die ganze Note

Die Halbe Note

Die Viertel Note

Die Achtel Note

Die Sechzehntel Note

Die Zweiunddreißigstel Note

An dem ersten Takt steht ein Bruch. Die obere Zahl ist der Zähler, der gibt an wie viele Grundschläge in dem Takt enthalten sind. An ihm können wir erkennen, ob es sich um einen Zweier-, Dreier-, Vierertakt usw. handelt.
Die untere Zahl ist der Nenner, der zeigt uns welche Notenlänge einem Grundschlag zugeordnet wird.
Steht der Bruch 3/4 vor dem ersten Takt, dann bedeutet es, dass drei Grundschläge in jeden Takt passen und diese über jeweils eine Viertelnote andauern.

Häufig werden folgende Taktarten verwendet:

4/4 Der Viervierteltakt
2/4 Der Zweivierteltakt
4/8 Der Vierachteltakt
3/4 Der Dreivierteltakt
6/8 Der Sechsachteltakt